Die Bodenplatte kann kommen – der Baustrom macht Probleme

Am Freitag haben wir wieder etwas Boden abgetragen und die Fundamentgräben ausgebaggert. Laut Wetterprognose sollte das Wochenende keinen Regen bringen. Nach dem Unwetter am Mittwoch und Donnerstag war der Boden noch ziemlich feucht. Freitag Nacht begann es wieder zu regnen, was sich am Samstag fortsetzte.

Am Sonntag waren wir auf der Baustelle und konnten feststellen, dass nichts in die Fundamentgräben gestürzt ist. Außerdem lag schon das Material für die Bewehrung der Bodenplatte neben unserer Baustraße.

Gräben für die Frostschürze

Bezüglich des Baustroms gab es aber noch Aufregung. Nachdem wir erfahren hatten, dass wir keinen Baustrom für die Erstellung der Bodenplatte bekommen, gingen wir trotzdem davon aus, dass es in der kommenden Woche zum Beginn der Maurerarbeiten klappt. Unser Elektriker rief uns aber an und teilte uns mit, dass es erst einmal keinen Baustrom gibt. Es muss von der gegenüberliegenden Straßenseite eine Leitung gelegt werden. Diese Arbeiten lässt die e.dis von der Firma Komesker aus Tützpatz ausführen. Die sind aber für diesen Monat ausgebucht. Wir müssten bis Mitte Juli warten. Die Stimmung war dementsprechend im Keller.

Am Nachmittag rief der Elektriker noch einmal an und sagte, er habe direkt mit jemandem von Komesker gesprochen und die Zusage erhalten, dass die Durchörterung der Straße am 23. Juni erfolgt. Das ist der Termin für den Beginn der Maurerarbeiten. Für die Mittagszeit hat er schon den Mitarbeiter von e.dis bestellt, der den Stromzähler anklemmt. Das war eine riesige Erleichterung für uns. Wir sind dem Elektriker unendlich dankbar. Herr Ulbricht sah darin auch kein Problem und meinte dass er bis Montag Mittag mit Lichtstrom auskommt.

Heute morgen um 7 Uhr waren wir an der Baustelle um die Leute der Firma Ulbricht aus Teterow zu erwarten. Die waren aber schon längst da. Der Verdichtungsnachweis war auch schon fertig und nach einer kurzen Absprache und dem Auslegen des Stromkabels kam auch noch ein Lkw der Firma Schnepf mit Fundamentsteinen und palettenweise Dämmung.

Hier wird das restliche Material für die Bodenplatte abgeladen

Jetzt geht es wirklich los.

Das Bauanlaufgespräch

Heute um 8 Uhr hatten wir unser Bauanlaufgespräch. Ich war gestern Abend noch einmal auf der Baustelle, um nachzusehen, ob die Schnurböcke stehen. Leider konnte ich nichts entdecken, was auf einen Einsatz des Vermessers hindeutet. Als wir heute morgen in die Straße zur Baustelle einbogen, war allerdings kaum noch ein Parkplatz zu kriegen.

Außerdem leuchtete schon von Weitem der liebliche blaue Ton eines Dixi- Klos.

Anwesend waren unser Bauleiter Herr Hartwich, Herr Ulbricht aus Teterow, der die Bodenplatte macht und die Maurerarbeiten übernimmt, wir und unser Bekannter, der für die Erdarbeiten verantwortlich ist mit seinem Bauleiter. Es stellte sich heraus, dass wir den Bauleiter vom sehen kennen, da er aus einem Nachbardorf von unserem ursprünglichen Wohnort kommt.

Dann erfuhren wir, dass der Vermesser seit 7:30 Uhr unterwegs zur Baustelle ist. Er kommt aus Stralsund, so dass er gegen 9 Uhr auf der Baustelle sein wird.

Genehmigung für eine Baustellenzufahrt

Danach wurden allgemeine Probleme geklärt. Wir wurden z.B. gefragt, ob wir eine Genehmigung für die Baustellenzufahrt haben, was bei uns großes Achselzucken auslöste. Ein Anruf beim Bauamt klärte dann auf, dass wir keine Genehmigung benötigen, da sich auf unserer Straßenseite kein Gehweg befindet und die Straßenbegrenzung mit Tiefborden realisiert wurde.

Baustrom

Weiterhin wurde nach dem Baustrom gefragt. Dieser wird nach Rücksprache mit unserem Elektriker nicht mehr in dieser Woche kommen. Entgegen der Vermutung im letzten Post, möchte der Baubetrieb Ulbricht aber doch schon Strom bei der Herstellung der Bodenplatte. Da er aber nur für ein paar Rührgeräte sowie Sägearbeiten benötigt wird, wollen wir unseren zukünftigen Nachbarn um Strom aus einer Außensteckdose bitten. Wir kennen ihn und denken, dass er zusagt.

Erdarbeiten und Verdichtungsnachweis

Der Bauleiter packte auch gleich den Laser aus und vermaß die Höhe des vorbereiteten Bodens für die Bodenplatte. Da im Nachhinein ein stärkere Bodenplatte erforderlich wurde, hatten wir beim Start der Erdarbeiten noch nicht die richtigen Pläne. So haben wir 5 cm zuviel Füllboden aufgeschichtet. Diese müssen erst mal wieder runter bevor die Kiesschicht kommt. Weiterhin einigten sich die Handwerker, dass die Firma Ulbricht den Verdichtungsnachweis mit dem Fallgewichtsgerät von unserem Tiefbauer macht. Die restlichen Erdarbeiten mit den Fundamentgräben werden am Samstag fertiggestellt.

Probleme mit dem Lagerplatz

Unser Grundstück ist sehr schmal. Auf der vorderen Hälfte dieses „Schlauches“ befinden sich die Baustraße und der Aushub von den Erdarbeiten. Auf der hinteren Hälfte wird das Haus gebaut. Jetzt haben wir das Problem, dass die Materiallieferungen zum Teil recht umfangreich sind und wir gar keinen Platz haben. Um das zu lösen, gibt es zwei Möglichkeiten (mehr fallen uns jedenfalls nicht ein). Wir nutzen das bis jetzt noch unverkaufte Nachbargrundstück oder wir lassen den kompletten Aushub entsorgen. Mal sehen, wofür wir uns entscheiden.

Wie geht es weiter?

Die Bodenplatte soll am kommenden Montag, dem 16.06.2014, gegossen werden. Am darauffolgenden Montag sollen die Mauerarbeiten beginnen. Anfang Juli kommt die Erdgeschossdecke und Mitte Juli ist das Richtfest avisiert. Das können wir kaum glauben, aber zu Baubeginn geht es wohl recht schnell voran, wie wir aus anderen Baublogs wissen.

Vorbereitung Schnurgerüst
Als ich heute nach Feierabend an der Baustelle war, konnte ich die Arbeit des Vermessers begutachten.

Mehrkosten wegen stärkerer Bodenplatte und Bewehrung

Der Puls wechselt jetzt schneller als sonst. Da die 4 Wochen Mindestfrist Anfang letzter Woche abgelaufen sind, erwarten wir jederzeit die Handwerkerliste und die Benennung des Bauleiters. Am letzten Dienstag sahen wir einen großen Briefumschlag von +Team Massivhaus GmbH im Briefkasten.

Natürlich dachten wir zuerst, dass es TM in viereinhalb Wochen geschafft hat, die Ausführungsplanung zu erstellen. Leider lagen wir damit falsch. Es war nur das Anschreiben mit dem Angebot über die zusätzlichen Kosten zur Fertigung der Sohlplatte. Das war natürlich ein Stimmungsumschwung.


Da man die Post i.d.R. erst abends liest, hat man natürlich auch bis zum kommenden Arbeitstag um 8:30 Uhr Zeit, sich darüber zu ärgern. Dann kann man TM anrufen und die Sache klären. Aber der Ärger über TM war schnell verraucht und dem Ärger über uns selbst gewichen. Im Bodengutachten wurde die Empfehlung zur Bodenplatte und Bewehrung abgegeben, woraufhin wir das Anschreiben über zusätzlich erforderliche Erdarbeiten erhielten. Im diesem Anschreiben haben wir leider überlesen, dass auch Änderungen an der Bodenplatte erforderlich sind und dadurch Mehrkosten entstehen. Damit ist das Haus in der letzten Woche noch einmal um 2400 EUR teurer geworden.

Noch ein Nachtrag zu den Erdarbeiten: Mit den Mitarbeitern unseres Bekannten waren wir am Tag der Erdarbeiten so verblieben, dass sie die Gründung für die Bodenplatte bis auf das richtige Niveau bringen. Dann wollten wir abwarten bis die Schnurböcke des Vermessers aufgestellt sind. Wenn dies erfolgt ist, sollten die Gräben für die Frostschürze und die genaue Höhe hergestellt werden.

Da die oberste Schicht in einer Stärke von 20 cm mit Kies gefertigt werden soll, haben sich die beiden Jungs aber gedacht, dass sie die Kiesschicht erst nach Herstellung des Schnurgerüsts auffüllen, um nicht zuviel Kies zu verbrauchen. Leider haben wir davon nichts mitbekommen und das Ingenieurbüro für das Bodengutachten losgejagt, den Verdichtungsnachweis zu machen. Das ging leider nach hinten los, da der reine Füllboden nicht die erforderliche Festigkeit erreicht. Das führte wieder zu einer kleinen Panikattacke, konnte aber schnell aufgeklärt werden und wird unter Kleinkram verbucht.