Wärmeschutznachweis nach EnEV 2009 und Überlegungen zur Bauüberwachung

Statt Handwerkerliste – Wärmeschutznachweis nach EnEV 2009

Gestern hatten wir schon wieder einen großen Umschlag von +Team Massivhaus GmbH im Briefkasten. Offensichtlich war er etwas dicker und ich hielt es gerade noch so aus bis nach drinnen und öffnete ihn erst dann. Aber auch diesmal wird es noch nichts mit der Handwerkerliste usw. Wir erhielten diesmal ein Anschreiben mit der Online- Bestätigung zum Antrag „Energieeffizient Bauen“ von der KfW und den o.g. Wärmeschutznachweis nach EnEV 2009 von TM.

Sicher benötigten wir die beiden Unterlagen noch, aber im Augenblick wäre uns die Handwerkerliste lieber. Mit dem Baustrom sind wir auch noch nicht viel weiter. Wie vermutet reißt sich kein Elektriker darum, da er ja nur Baustrom bereitstellen soll, aber mit der Elektroinstallation nichts weiter zu tun hat. So hat der Elektriker unseres Vertrauens es noch nicht geschafft, uns den Baustromantrag zuzusenden. Heute soll er bei uns mit der Post ankommen. Da bin ich ja gespannt.

Außerdem schlagen wir uns derzeit mit einem weiteren Problem herum.

Wir sehen eigentlich selten fern, müssen aber zugeben, dass wir in der letzten Woche und gestern auf RTL2 „Die Bauretter“ gesehen haben. Nach Studium verschiedener Baublogs und dem „Genuss“ der Sendung überlegen wir einen Baugutachter/-überwacher zu engagieren. Dafür spricht, dass wir den Bau betreffend Laien sind, die Kosten eines zertifizierten Bauüberwachers nicht so hoch sind (habe gehört ca. 2400 EUR in unserem Fall) und man den Eindruck hat, dass auf jeder Baustelle etwas schief geht. Das Kosten Nutzenverhältnis scheint recht günstig zu sein, vor allem wenn man bedenkt, was Folgeschäden nach einige Jahre kosten können. Andererseits gibt es bei den im TV dargestellten Fällen nie einen ordentlichen Bauvertrag, einen eindeutigen Zahlungsplan, wo die Leistungen immer erst nach Fertigstellung und Abnahme bestimmter Gewerke oder Meilensteine bezahlt werden und eine Baubürgschaft einer Bank ist ebenfalls Mangelware. Das alles trifft auf ein Projekt mit Team Massivhaus nicht zu. Es gibt einen Bauvertrag mit Leistungsbeschreibung und Angabe der Bauzeit. Ebenfalls wird ein detaillierter Zahlungsplan vereinbart – bei dem auch der allseits empfohlende 5%ige Einbehalt berücksichtigt wird. Und dazu gibt es zusätzlich noch eine Baubürgschaft der Raiffeisenbank. Ich habe hier zu TM vollstes Vertrauen, trotzdem können die beauftragten Subunternehmer Fehler machen. Die Frage ist nur, wie wird damit umgegangen? Derzeit sind wir noch zu keinem Entschluss gekommen. Wir werden das erst einmal „sacken“ lassen.

Mehrkosten wegen stärkerer Bodenplatte und Bewehrung

Der Puls wechselt jetzt schneller als sonst. Da die 4 Wochen Mindestfrist Anfang letzter Woche abgelaufen sind, erwarten wir jederzeit die Handwerkerliste und die Benennung des Bauleiters. Am letzten Dienstag sahen wir einen großen Briefumschlag von +Team Massivhaus GmbH im Briefkasten.

Natürlich dachten wir zuerst, dass es TM in viereinhalb Wochen geschafft hat, die Ausführungsplanung zu erstellen. Leider lagen wir damit falsch. Es war nur das Anschreiben mit dem Angebot über die zusätzlichen Kosten zur Fertigung der Sohlplatte. Das war natürlich ein Stimmungsumschwung.


Da man die Post i.d.R. erst abends liest, hat man natürlich auch bis zum kommenden Arbeitstag um 8:30 Uhr Zeit, sich darüber zu ärgern. Dann kann man TM anrufen und die Sache klären. Aber der Ärger über TM war schnell verraucht und dem Ärger über uns selbst gewichen. Im Bodengutachten wurde die Empfehlung zur Bodenplatte und Bewehrung abgegeben, woraufhin wir das Anschreiben über zusätzlich erforderliche Erdarbeiten erhielten. Im diesem Anschreiben haben wir leider überlesen, dass auch Änderungen an der Bodenplatte erforderlich sind und dadurch Mehrkosten entstehen. Damit ist das Haus in der letzten Woche noch einmal um 2400 EUR teurer geworden.

Noch ein Nachtrag zu den Erdarbeiten: Mit den Mitarbeitern unseres Bekannten waren wir am Tag der Erdarbeiten so verblieben, dass sie die Gründung für die Bodenplatte bis auf das richtige Niveau bringen. Dann wollten wir abwarten bis die Schnurböcke des Vermessers aufgestellt sind. Wenn dies erfolgt ist, sollten die Gräben für die Frostschürze und die genaue Höhe hergestellt werden.

Da die oberste Schicht in einer Stärke von 20 cm mit Kies gefertigt werden soll, haben sich die beiden Jungs aber gedacht, dass sie die Kiesschicht erst nach Herstellung des Schnurgerüsts auffüllen, um nicht zuviel Kies zu verbrauchen. Leider haben wir davon nichts mitbekommen und das Ingenieurbüro für das Bodengutachten losgejagt, den Verdichtungsnachweis zu machen. Das ging leider nach hinten los, da der reine Füllboden nicht die erforderliche Festigkeit erreicht. Das führte wieder zu einer kleinen Panikattacke, konnte aber schnell aufgeklärt werden und wird unter Kleinkram verbucht.

Im Osten nichts Neues

IKEA Metod mit Kochinsel

Leider passiert derzeit nicht viel. Wir haben bei den Neubrandenburger Stadtwerken den Bauwasseranschluss beantragt und ein Elektriker, den wir von einem früheren Auftrag kennen, beantragt in dieser Woche für uns den Baustrom.

Wir warten immer noch auf die Handwerkerliste und die Benennung des Bauleiters. Mit dieser Woche wäre die 4- Wochen- Minimalfrist für die Ausführungsplanung um. Wir gehen aber weiter davon aus, dass Team Massivhaus die vollen 6 Wochen ausnutzt und wir vorher keine Unterlagen erhalten.


Derzeit beschäftigen wir uns mit der Küchenplanung, damit wir rechtzeitig die genaue Lage der Anschlüsse benennen können. Da wir eine Insellösung in die Küche integrieren wollen, müssen wir davon ausgehen, dass diese im Boden befestigt werden muss. Bei der Verlegung der Fußbodenheizung muss das beachtet werden. Wir denken darüber nach, die Küche bei MMZ, einem kleinen privaten Küchenstudio oder bei IKEA zu kaufen. IKEA fiel bei unserer ersten Küche (in unserer Mietwohnung) als Küchenbauer aus, da die Küchen doch ziemlich eingeschränkt sind und wir nur eine kleine total verwinkelte Küche haben. Im Haus dagegen wollen wir eine L- Küche mit Kochinsel haben. Leider stellt IKEA die aktuelle Küche Faktum ein. Die neue Version Metod kann man erst ab 2. Juni ansehen und mit dem Küchenplaner verwenden.

So wird die Küche aussehen

Das geplante Gerätehaus haben wir noch einmal umgeplant. Es wird jetzt ca. 4 x 2 Meter breit. Die Kosten für das Holz steigen somit auf ca. 500 EUR. Mit dem Befestigungs- und Dachmaterial werden Kosten von ca. 800 EUR anfallen. Okay, dafür bekommt man schon ein kleines vorgefertigtes Gerätehaus im Baumarkt, aber wir wollten ein richtig stabiles selbstgemachtes Gartenhäuschen. Außerdem lenkt der Bau des Gerätehauses hoffentlich ein wenig vom Gesamtprojekt ab. Es kribbelt schon in den Händen und wir würden gern etwas zum Bau beitragen, aber momentan gibt es einfach noch nicht so viel zu tun. Hier ist der Link zum neuen Gerätehaus mit Zeichnungen, Stückliste, Bestellliste und Schnittplänen für die Kanthölzer.

Baustrom und Bauwasserantrag

Am Montag werden wir Bauwasser beantragen. Das soll ca. 2 Wochen dauern. Dann sind auch die mindestens 4 Wochen um, die Team Massivhaus als Zeitraum für die Ausführungsplanung angegeben hat. Team hat 4 bis 6 Wochen als Frist angegeben. Nach Durchstöbern von anderen Bautagebüchern zu Team Massivhaus Projekten gehen wir aber von 6 Wochen aus. Team hat immer die maximale Frist ausgenutzt.

Mit dem Baustrom ist es etwas eigenartig. Da wir schon Erfahrungen aus zwei Bauprojekten haben, kennen wir das so, dass man die ausführende Elektrofirma auch mit der Beantragung und dem Anschluß des Baustroms beauftragt. Den ausführenden Elektriker erfahren wir aber erst mit Zusendung der Handwerkerliste. Baustrom soll aber schon zum Baustart vorhanden sein. Nach Rücksprache mit unser Planerin erhielten wir die Auskunft, dass wir es selbstverständlich der ausführenden Firma überlassen können, den Baustrom zu beantragen. Das führt aber selbstverständlich wieder zu Verzögerungen, da diese Firma ja ebenfalls wieder einen gewissen Vorlauf benötigt. Also werden wir einen Bekannten beauftragen, das für uns zu übernehmen. Um so einen ergiebigen Auftrag reißen sich die Elektriker nicht gerade.

DIY Gerätehaus selber bauen

Zeichnung des Ständerwerks des Gerätehauses (Grundfläche 3 m x 2 m)

Der Grund ein Gerätehaus aus Holz selbst zu bauen – DIY

Ein wenig „off topic“ – aber wir werden uns ein Geräte- oder Gartenhaus selbst bauen – DIY. Der Grund dafür ist, dass wir während der Bauphase schon eine Menge an Außenarbeiten machen wollen und es keine Unterstellmöglichkeiten für das einfache Werkzeug wie Schaufeln usw. gibt.

Wir haben uns ein wenig kundig gemacht und verschiedene Bausätze in Betracht gezogen. Das Gartenhaus sollte wenig kosten, aber stabil sein. Es soll auch nach dem Einzug genutzt werden. Wir stellten aber sehr schnell fest, dass wir mit unseren Preisvorstellungen nur ein Blechgerätehaus kaufen können. So etwas gefällt uns aber optisch nicht.

Holzgerätehäuser mit Blockbohlenwänden sind uns zu teuer. Deshalb haben wir selbst ein Gerätehaus entworfen. Wir werden je nach Baufortschritt eine bebilderte Bauanleitung posten. Falls jemand Lust hat, kann er es ja als Ausgangspunkt für ein eigenes Projekt nehmen.

Das Häuschen besteht aus einem 100 mm x 100 mm starkem Ständerwerk. Als Dachsparren werden wir 60 mm x 80 mm Kanthölzer verwenden.

Zeichnung des Ständerwerks des Gerätehauses (Grundfläche 3 m x 2 m)

Das Ständerwerk des DIY Gerätehauses (Grundfläche 4 m x 2 m)

Die senkrechten Stützen des Ständerwerks werden mit den waagerechten Balken verzapft. Die Kopfbänder werden geschraubt. Die Befestigung des Ständerwerks am Boden erfolgt mit Bolzenankern. Die Verkleidung wird als Boden- Deckel- Schalung mit Schalungsbrettern ausgeführt. Die Schalungsbretter haben das Profil 24 mm x 160 mm. Diese Optik wird auch nicht jedem zusagen, aber man muss eben Kompromisse schließen.
DIY Gerätehaus: Front- und Seitenansicht mit Schalung

DIY Gerätehaus: Front- und Seitenansicht mit Schalung

Für das Holz haben wir ein Angebot eines regionalen Holzhandels von ca. 400 EUR. Die Befestigungsmaterialien werden noch etwa 150 EUR kosten.

Fertiges Gerätehaus aus Holz

So sieht’s am Ende aus

Als Werkzeug wird nichts besonderes benötigt. Eine Kapp- und Gehrungssäge ist vorhanden. Für die Ausklinkungen werden wir uns eine japanische Zugsäge zulegen.

Das Dach wird ebenfalls mit den Schalungsbrettern gebaut. Die Dacheindeckung steht noch nicht fest.

Wir werden mit dem Bau voraussichtlich im Juni starten. Bis dahin werde ich die genauen Zeichnungen und die Materialliste als PDF zusammenfassen und online zur Verfügung stellen. Nach der Fertigstellung werden wir sehen, ob die veranschlagten Kosten der Realität entsprechen.

Materialliste für das DIY Gerätehaus aus Holz

Hier kommt die Materialliste für unser DIY Gerätehaus aus Holz mit den benötigten Einzelteilen. Dabei beschränke ich mich erst einmal auf das Bauholz.

  • 3 x Kantholz 100 x 100 x 3000 (Schwelle hinten und zwei Giebelbalken)
  • 7 x Kantholz 100 x 100 x 2000 (Stützen)
  • 1 x Kantholz 100 x 100 x 1550 (Schwelle vorn links)
  • 1 x Kantholz 100 x 100 x 520 (Schwelle vorn rechts)
  • 2 x Kantholz 100 x 100 x 1800 (Schwellen seitlich)
  • 3 x Kantholz 100 x 100 x 3560 (Firstbalken und Pfetten)
  • 2 x Kantholz 100 x 100 x 300 (Stütze unter Firstbalken)
  • 4 x Kantholz 100 x 100 x 85 (Kopfbänder seitlich)
  • 7 x Kantholz 100 x 100 x 50 (Kopfbänder vorn hinten)
  • 12 x Kantholz 60 x 80 x 1950 (Dachsparren)
  • 100 x Schalungsbretter 24 x 160 x 2500 (Schalung Wände und Dach)

Beim Holzhandel habe ich folgendeListe angefragt:

  • 5 x Kantholz 100 x 100 x 4000
  • 5 x Kantholz  100 x 100 x 6000
  • 6 x Kantholz 60 x 80 x 4000
  • 50 x Schalung 24 x 160 x 5000

Das Ganze kostet 410 EUR zzgl. 15 EUR Transport abzgl. 2% Skonto.

Hier geht’s zur Schritt für Schritt Anleitung →